Was wir 2016 getan haben

Zwischen dem Betreiber (MRV-Völker) und dem RP-Gießen wurde eine Mediation bezüglich der Umsetzung der am 30.12.13 erfolgten Sanierungsanordnung vereinbart. Im Spätsommer brachten wir eine parlamentarische Anfrage über die Partei „Die Linke“ mit umfangreichen Fragen zur Umweltproblematik der MRV-Völker in den Umweltausschuss des Hessischen Landtages auf dem Weg.

Die bisher vorliegenden Antworten sind völlig unzureichend, so dass wir dezidierte Nachfragen stellen mussten. Offenbar entstand durch unsere parlamentarische Anfrage im Hessischen Landtag so viel Druck auf das RP-Gießen als zuständige Überwachungsbehörde, dass im Oktober die Mediation seitens des RP-Gießen als gescheitert erklärt wurde. Unsere seit Mediationsbeginn geäußerte Einschätzung wurde damit bestätigt, dass der Betreiber nur auf Zeit spielt, ohne echte Absichten für eine Abstellung der Missstände des Schredderbetriebes zu verfolgen.

Jetzt wird das Verfahren wieder von dem Verwaltungsgericht Gießen weitergeführt. Der dortige Pressesprecher teilte der „Oberhessischen Presse“ jedoch schon vorsorglich mit, dass sich der Gerichtsentscheid noch lange hinziehen kann. Das Gericht müsste sich erst vordringlich mit den vielen Asylanträgen beschäftigen.Schon im 5ten Jahr in Folge dürfen die Futtermittel im Umfeld der MRV-Völker nicht verfüttert werden, sondern müssen wegen der hohen Belastungen an Schadstoffen entsorgt werden. Wir haben deshalb versucht, die Missstände überregional bekannt zu machen. Dies gelang uns, indem wir über den Hessischen Rundfunk (HR 4) zu dem Thema in Form von Interviews Stellung bezogen. Des Weiteren wurde im Hessischen Fernsehen (Hessenschau) am 18.11.16 ein längerer Bericht gesendet. In dem Bericht konnten wir unsere Einschätzung zur Gesamtproblematik darstellen. In dem Interview wurde die berechtigte Frage gestellt, ob unser Bürgermeister nicht auch eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitbürgern hat. Seine Antworten mit dem wiederkehrenden Hinweis auf die zuständige Überwachungsbehörde RP-Gießen erscheinen nicht gerade überzeugend.Voraussichtlich im Januar 2017 – Termin steht noch nicht fest - wird es ebenfalls zu diesem Thema einen längeren Bericht in der Sendung „De Facto“ des Hessischen Fernsehens geben.

Wir hoffen durch die genannte Öffentlichkeitsarbeit den Druck auf das Verwaltungsgericht Gießen zu erhöhen, um endlich zu Entscheidungen für eine Verbesserung (?) der MRV-Schredderanlage zu kommen.